Bevor du die erste Tasse nimmst, schreibe 30 Wörter: eine kleine Beobachtung, ein Geruch, eine Frage, ein Vergleich. Es geht nicht um Stil, sondern um Gegenwärtigkeit. Die Begrenzung schärft Auswahl, Rhythmus und Mut zur Lücke. Viele entdecken so wieder ihre Stimme und sammeln Rohmaterial für größere Texte. Wenn du magst, lies deine Lieblingszeile laut, spüre ihren Klang und teile sie mit uns. Vielleicht wird jemand inspiriert, deine Zeile fortzuschreiben und daraus eine unerwartete Mini‑Collaboration entstehen zu lassen.
Setze nur fünf Linien, nicht mehr. Diese Einschränkung zwingt zu klaren Entscheidungen über Form, Richtung und Gewichtung. Du trainierst Sehschärfe und Vereinfachung, eine Kernkompetenz kreativer Arbeit. Viele berichten, dass die fünfte Linie die überraschendste ist. Sammle täglich ein Blatt, vergleiche am Wochenende und feiere kleine Fortschritte. Photographie deine Lieblingsskizze, lade sie mit zwei begleitenden Sätzen in unsere Runde und bitte um eine assoziative Rückmeldung. So verbinden sich Spaß, Leichtigkeit und wachsendes Können ganz ohne Angst vor großen, einschüchternden Projekten.