Lara setzte sich nur fünf Minuten pro Tag. Nach einer Woche fand sie ihren Lieblingsstift, nach drei Wochen erkannte sie wiederkehrende Formen, nach sechs Wochen wagte sie Farbe. Ihr Abzeichen für Tag fünfzig hieß „Mut zur Linie“. Als sie zwei Tage krank war, rettete ein vorher geplanter Joker ihre Serie. Am Ende hatte sie nicht nur Zeichnungen, sondern Vertrauen, das blieb.
Jonas komponierte, Mia schrieb Kurzdialoge. Sie vergaben sich gegenseitig Level für das Erscheinen, Bonuspunkte für Experimente und ein Monatsabzeichen für geteilte Werke. Als Jonas’ Streak riss, spendete Mia ein Solidaritätsabzeichen und eine gemeinsame Start-Session. Dieser liebevolle Rahmen machte Ernst leicht, Lachen häufig, und die Stücke wurden wagemutiger, weil Scheitern nicht mehr nach Verlust, sondern nach Lernstoff klang.
Eine kleine Gruppe von Illustratorinnen vergab Badges nicht für Quantität, sondern für Qualitäten: „Neugier“, „Überraschung“, „Geduld“. Jede Woche nominierten sie eine Arbeit und erzählten, was sie berührt hatte. Dadurch verschob sich der Fokus von Klickzahlen zu künstlerischer Resonanz. Die Anerkennung fühlte sich tiefer an, Streaks hielten länger, und die Gruppe blieb auch über hektische Phasen hinweg lebendig verbunden.